Springer Medizin zeichnet exzellente Forschung und Leistungen im Ehrenamt aus
40 Jahre Galenus-von-Pergamon-Preis: Am Dienstagabend ist bei der Springer Medizin Gala in Berlin wieder die traditionsreiche Auszeichnung für herausragende pharmakologische Forschung verliehen worden. Im Fokus der Veranstaltung stand zudem mit der Verleihung des Charity Awards die Würdigung ehrenamtlichen Engagements im Gesundheitswesen.
Berlin, 29. Oktober 2025
Der Springer Medizin Verlag hat am Abend des 28. Oktobers 2025 Exzellenz im Ehrenamt und in pharmakologischer Forschung ausgezeichnet. Die feierliche Preisverleihung vor ausgew?hlten G?sten aus Wissenschaft, Forschung, Politik und Gesundheitswesen stand im Mittelpunkt der Springer Medizin Gala im Admiralspalast in Berlin.
Vergeben wurde zum einen der Galenus-von-Pergamon-Preis, der die F?rderung pharmakologischer Grundlagenforschung und die Würdigung der Entwicklung neuer innovativer Arzneimittel zum Ziel hat. Er wird in 16 L?ndern von führenden Medizinverlagen vergeben. Für Deutschland schloss sich 1984 die ?rzte Zeitung, die heute zum Springer Medizin Verlag geh?rt, der internationalen Stiftergemeinschaft an. Im Jahr 1985, also vor genau 40 Jahren, wurde dieser Preis erstmalig vergeben.
Zum anderen nutzte der Springer Medizin Verlag, der Teil der international agierenden Wissenschaftsverlagsgruppe P站视频 ist, als Gastgeber auch in diesem Jahr die Gelegenheit, mit dem Charity Award herausragendes Engagement im Ehrenamt in Deutschland auszuzeichnen.
Galenus-von-Pergamon-Preise
Dieser Preis steht ganz generell für Innovationskraft in der Forschung und der Arzneimittelindustrie und speziell für innovative Arzneimittel in den drei Kategorien Primary Care, Specialist Care und Orphan Drugs. Alle Preistr?gerinnen oder Preistr?ger erhalten eine Urkunde und Medaille. Ein vierter Preis würdigt Leistungen in der biomedizinischen Grundlagenforschung mit therapeutischem und/oder diagnostischem Anwendungspotenzial. Die Forschenden erhalten neben einer Medaille ein Preisgeld über 10.000 Euro. Die Schirmherrschaft für den Galenus-von-Pergamon-Preis liegt beim Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt. Staatssekret?r Dr. Marcus Pleyer vertrat am gestrigen Abend Ministerin Dorothee B?r und überreichte die Preise.
Den Preis für Grundlagenforschung erhalten in diesem Jahr Professor Jan Rybniker, Dr. Alexander Simonis, Professor Florian Klein und PD Dr. Christoph Kreer vom Universit?tsklinikum K?ln. Sie besch?ftigten sich mit Antibiotikaresistenzen bei der Behandlung von Infektionen mit dem Krankenhauskeim Pseudomonas aeruginosa, der h?ufig schwere Erkrankungen in der Lunge entwickelt und oft gegen Antibiotika resistent ist. Ihr Forschungsteam hat Antik?rper isoliert und charakterisiert, die chronisch mit dem Bakterium infizierte Patienten entwickeln. In Zukunft k?nnten diese Antik?rper als hochwirksame Alternative zu Antibiotika eingesetzt werden.
In der Kategorie Primary Care wurde Insulin Icodec (Awiqli?) vom Unternehmen Novo Nordisk ausgezeichnet, das erste Basalinsulin, das nicht mehr t?glich, sondern nur einmal w?chentlich injiziert werden muss. Zur Begründung führte Jury-Pr?sidentin Professorin Marianne Dieterich an, die aufw?ndige Diabetes-Therapie mit dem regelm??igen Spritzen von Insulin fordere von den Betroffenen ein hohes Ma? an Compliance. Und um die sei es bekannterma?en besser bestellt, wenn die Anwendung so einfach wie m?glich ist.
Die Medaille für die Kategorie Specialist Care erhielt Mirvetuximab-Soravtansin (ELAHERE?) vom Unternehmen AbbVie. Der Wirkstoff ist die erste Therapie für Patientinnen, die an einem platinresistenten, high-grade ser?sen Ovarialkarzinom (OCa) (Eierstockkrebs) erkrankt sind. Jury-Vorsitzende Marianne Dieterich begründete die Entscheidung mit den Worten: ?Wir haben jetzt ein Antik?rper-Wirkstoff-Konjugat, welches erstmals bei Platin-resistentem Ovarialkarzinom eine Verl?ngerung des Gesamtüberlebens erm?glicht, und damit eine Reihe von Monaten mehr, die die Patientinnen haben. Das ist ein toller Erfolg bei einer so schweren, schlimmen Erkrankung.“
Schlie?lich standen Therapien bei seltenen Krankheiten, Orphan Drugs, im Fokus der 16-k?pfigen Fachjury. In dieser Kategorie erhielten gleich zwei Arzneimittel den Zuschlag: Pr?miert wurde Exagamglogene autotemcel (Casgevy) vom Unternehmen Vertex Pharmaceuticals. Das Pr?parat ist die derzeit einzige zugelassene Geneditierungstherapie (CRISPR/Cas9) zur Einmalbehandlung von Patienten mit der transfusionsabh?ngigen β-Thalass?mie und der schweren Sichelzellkrankheit (erblich bedingter Blutkrankheiten). Die einmalige Therapie bietet eine Chance auf funktionelle Heilung.
Au?erdem ausgezeichnet wurde Sotatercept (Winrevair?) von MSD Sharp & Dohme. Der Aktivin-Signalweg-Inhibitor mit innovativem Wirkprinzip (?First in class“) ist ein Wirkstoff zur Behandlung von Patienten mit pulmonaler arterieller Hypertonie (PAH), einer Form von Lungenhochdruck, mit dem das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamt werden kann. Dabei profitieren die Patienten von einer erheblichen Verbesserung der Symptome und damit der Lebensqualit?t.
Springer Medizin Charity Award
Den vier Galenus-Auszeichnungen schlossen sich drei Preisverleihungen mit dem Springer Medizin Charity Award an. Mit den Preisgeldern werden laufende oder neu geplante Projekte für die Schw?chsten in unserer Gesellschaft unterstützt. Zus?tzliche Medienpakete erh?hen die ?ffentliche Wahrnehmung für die Arbeit der Preistr?gerinnen und Preistr?ger.
Als Schirmherrin des Ehrenamts richtete sich Bundesgesundheitsministerin Nina Warken mit einem pers?nlichen Videogru? an die Ausgezeichneten und die G?ste.
Platz 1 | , Ulm
Das von der Baden-Württemberg-Stiftung konzipierte Programm, evaluiert durch die Universit?t Ulm, erhielt den Preis für Pr?ventions- und Gesundheitsf?rderung für Kinder bis 10 Jahren. Ziel ist es, gesunde Verhaltensweisen frühzeitig als Gewohnheit zu verankern und in Kinderg?rten und Grundschulen zu vermitteln.
Platz 2 | , ein Projekt der Bundesvertretung der Medizinstudierenden, Berlin.
Rund 400 Studierende schulen Laien in der Reanimation im Umgang mit bewusstlosen Personen und m?chten – von Kindes- bis ins Seniorenalter - eine Kultur des Helfens etablieren. 18 Universit?tsst?dte beteiligen sich mit j?hrlich 144 kostenlosen Workshops.
Platz 3 | – mentale Gesundheit für Menschen mit Behinderung, K?ln.
Menschen mit Seh-, H?r- oder k?rperlichen Behinderungen stehen hier im Mittelpunkt. Mit dem Projekt werden Schülerinnen und Schülern in ihrer Pers?nlichkeit gest?rkt: Selbstst?ndige Lebensführung, Selbstbehauptung, Stress- und Angstbew?ltigung stehen im Fokus und helfen Schülerinnen und Schülern, ihren Lebensweg positiv zu beeinflussen.
ENDE
Bild: Preisverleihung Galenus-von-Pergamon in Berlin | ? Marc-Steffen Unger
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